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  ÖFFNUNGSZEITEN RATHAUS

  Montag:  8.00 - 12.00 und 14.00 - 17.00 Uhr 
  Dienstag: 8.00 - 12.00 Uhr
  Mittwoch:  8.00 - 13.00 Uhr
  Donnerstag:   8.00 - 12.00 und 14.00 - 18.00 Uhr
  Freitag:  8.00 - 12.00 Uhr

Eine Stiftung für unser Kloster

Unser Kloster in Polling ist voller Leben: die katholische Pfarrei Hl Kreuz hat hier ihr Pfarrbüro und Räume für Veranstaltungen, daneben betreibt die Kinderhilfe Oberland den integrativen Hort. Der Verein Palliahome mit seinem SAPV Team hat hier seine Büros, der Hospizverein Pfaffenwinkel mit der ambulanten Einsatzleitung ist vor kurzem von Bernried nach Polling umgezogen. Und im zweiten Stock befindet sich seit über 10 Jahren das Stationäre Hospiz Pfaffenwinkel. Überdies gibt es einige Mieter und natürlich unsere Ordensschwestern: Sr. Walburga, Sr. Gabriela und Sr. Raphaela.

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„Wir können unsere Augen vor der Realität ja nicht verschließen“, so Schwester Raphaela, „irgendwann wird es hier keine Schwestern mehr geben.“ Das Mutterhaus in Donauwörth ist von ähnlichen Sorgen geplagt, wie viele andere Klöster in unserer Umgebung.

Die Schwestern in Polling haben sich in Abstimmung mit dem Mutterhaus in Donauwörth und Priorin Sr. Theresa entschieden, eine Stiftung zu gründen. Sie wollen, dass im Pollinger Kloster alles so bleibt, wie es jetzt ist. Eine überwiegend soziale und kirchliche Nutzung der Klosterimmobilie soll im Sinne der Schwestern dauerhaft gesichert werden, auch wenn es sie selbst bzw. den Orden in Polling irgendwann einmal nicht mehr geben wird. Die dafür ins Leben gerufene Kirchenstiftung St. Dominikus übernimmt die Verwaltung und den Erhalt des Klosters, abgesichert durch das Stiftungsvermögen. Im Stiftungsrat sind die maßgeblichen Intuitionen des Ortes: Pfarrer Weber für die katholische Kirche, Sr. Theresa für das Mutterhaus in Donauwörth, Sr. Raphaela für den Orden vor Ort, ein Vertreter des Ordinariats aus Augsburg, Hr. Schneiderling für den Hospizverein und Bürgermeisterin Betz für die politische Gemeinde. Sr. Raphaela freut sich jetzt schon über die Entlastung, die Mieter sind froh, ob der Planungssicherheit und langfristige Perspektive.

Wenn man die Schwierigkeiten und Probleme in manch anderem Klosterdorf mitverfolgt, dann können wir uns in Polling sehr glücklich schätzen, dass „unsere“ Schwestern sich zu diesem Schritt entschlossen haben. Wir können das gesamte Projekt als Dorfgemeinschaft mittragen, zum Beispiel über die bereits erfolgte Patenschaft der Obstbäume im Klostergarten oder auch mit einer Zustiftung, wobei es hier noch die eine oder andere bürokratische Hürde zu nehmen gibt.

Unser Kloster in Polling ist voller Leben und Wirken im Sinne des Ordens der Dominikanerinnen. Das Vermächtnis und der Auftrag von Sr. Walburga, Sr. Gabriela und Sr. Raphaela ist, dass wir gemeinsam dafür sorgen, dass es auch so bleibt.

Felicitas Betz