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SOLIDARITÄT UKRAINE

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Der Krieg in der Ukraine ist die größte Verletzung der Menschenrechte in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.

Aber Europa sieht nicht weg. Wir sind solidarisch mit den Menschen in der Ukraine. Die ehrenamtliche Hilfsaktion SOLIDARITÄT UKRAINE des Landkreises Weilheim-Schongau in Bayern will zusammen mit seinen Partnern und vielen Unterstützern langfristig helfen, um dringend nötige Lebensmittel, Hygieneartikel und medizinische Hilfsgüter direkt zu den Menschen in der Ukraine zu bringen.

„Wenn der Krieg ein Jahr dauert, helfen wir ein Jahr. Wenn er vier Jahre dauert, dann helfen wir eben vier Jahre.“

(Markus Bader, 1. Bürgermeister von Rottenbuch)

WIR SIND … UND WIR BRAUCHEN …

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Wir sind eine Initiative des Landkreises Weilheim-Schongau in Oberbayern. Schon wenige Tage nach dem Angriff Putins auf die Ukraine gründete sich auf Initiative des Pollinger Bürgermeisters und mit Unterstützung unserer Landrätin auf Landkreisebene die SOLIDARITÄT UKRAINE. Unter der Koordination und Führung der Bürgermeister von Bernried, Pähl, Polling und Rottenbuch arbeiten Ehrenamtliche aus dem Landkreis zusammen, um Hilfsgüter in die Ukraine zu bringen: in Krankenhäuser, Kinderheime, Waisenhäuser, Flüchtlingsunterkünfte, Schulen, zu sozial schwachen Familien. Unsere Organisation baut auf bestehenden ehrenamtlichen Hilfsinitiativen und Netzwerken auf, deshalb sind wir schnell, flexibel, effektiv und haben keinen bürokratischen Aufwand. Bürger, Unternehmen, Vereine, Krankenhäuser und Gemeinden arbeiten eng zusammen.

Die Not in der Ukraine ist kaum auch nur annähernd zu schildern. Traumatisierte Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder von ihnen getrennt wurden, können in Heimen und Flüchtlingsunterkünften nur notdürftig versorgt, gepflegt und ernährt werden. Mütter mit ihren Kindern, Frauen, alte und kranke Menschen stehen nach der Zerstörung ihrer Wohnhäuser, der Bombardierung ihres Heimatorts und einer oft tagelangen Flucht nur mit dem Nötigsten vor dem Nichts. Krankenhäuser brauchen dringend medizinische Geräte, Verbandsmaterial, Medikamente. Die Lebensmittelversorgung ist vielfach bedrohlich unter die Basisversorgung geschrumpft.

Die SOLIDARITÄT UKRAINE schickt laufend Lebensmittel, Hygieneartikeln und medizinische Waren in die Krisengebiete der Ukraine.

Folgende Artikel sind neben Lebensmitteln und Hygieneartikel derzeit besonders wichtig: PDF anzeigen

Und wir brauchen dringend Geldspenden, um in Deutschland Grundnahrungsmittel kaufen zu können, die wir mit eigenen Transportern laufend in die Ukraine fahren.

HELFEN SIE DER UKRAINE! Unterstützen Sie die Initiative SOLIDARITÄT UKRAINE und ihre Partner!

andrea-jochner-weiss Andrea Jochner-Weiß Landrätin des Landkreises Weilheim-Schongau
Markus_Bader Markus Bader 1. Bürgermeister, Rottenbuch
werner-gruenbauer Werner Grünbauer 1. Bürgermeister, Pähl
Georg Malterer Georg Malterer 1. Bürgermeister, Bernried
Portrait_Martin-Pape Martin Pape 1. Bürgermeister, Polling

Aktuelle Zahlen

über 70 Transporte auf den Weg gebracht

ca. 110 Tonnen in die Ukraine geliefert

Bisherige Zielstationen in der Ukraine: Winnyzja, Tultschyn, Kyiv, Ushhorod, Mukatschewo, Kobyatyn, Lwiw, Charkiw

 

PARTNER

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dr-myroslava-felix-schimke-klubuk Dr. Myroslava und Felix Schimke-Klubuk

Die Kinderärztin Dr. Myroslava aus Kyiv und ihr Ehemann Felix Schimke-Klubuk, geboren in Pöcking, gründeten wenige Tage nach dem Überfall Russlands und ihrer Flucht aus der Ukraine nach Weilheim eine persönliche Hilfsinitiative.

„Wir konzentrieren uns vor allem auf dringend notwendige medizinische Hilfe, schicken und transportieren aber auch Lebensmittel, Hygieneartikel und Waren für den Zivilschutz direkt in die Ukraine, vor allem nach Kyiv und Umgebung.“

Spezialisiert sind die beiden aber auf medizinische Ausrüstung, OP-Material, Medikamente wie Antibiotika, blutstillende Tranexamsäure und Desinfektionsmittel, die sie in großen Mengen beschaffen. Ausgezeichnete Kontakte zur Pharmazie in Deutschland und zu logistischen Einrichtungen in der Ukraine halfen, bisher ca. 1.500 Leben von verletzten Soldaten und Zivilopfern zu retten.

Ukrainehilfe Oberland

Die Ukrainehilfe Oberland wurde von Alina Lindemann (Marnbach/Weilheim) und Karl Geburzi zusammen mit dem Sanitätshaus Erdmann (Penzberg) und dem Kfz-Sachverständigen Hein (Farchant) gegründet.

„Wir haben uns auf schnelle und direkte Transporte in die Oblast (Verwaltungsbezirk) Transkarpatien spezialisiert. Mit Sprintern, die uns Firmen aus dem Landkreis zur Verfügung stellen,  fahren wir über Ungarn direkt in die Ukraine hinein und liefern Hilfsgüter in Flüchtlingslager, Krankenhäuser und Kinderheime.“

UNTERSTÜTZER

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„Jeder macht das, was er am besten kann.“ Nur so sind wir schnell, effektiv, belastbar. Ein paar Beispiele? Die Firma AWE in Weilheim stellt uns LKWs und Lagerhallen zur Verfügung, hilft uns mit ihren Gabelstaplern (und ihrer Erfahrung!), die Transporter sicher zu beladen. Stromgeneratoren und Kettensägen, die in der Ukraine gebraucht werden, um Bombenschäden zu beseitigen, stellt uns die Firma Endress in Weilheim zur Verfügung. Werkzeuge aller Art erhalten wir von der Firma Lutz in Weilheim. Junge ukrainische Fahrer pendeln mit ihren flexiblen Sprintern zwischen Deutschland und der Ukraine hin und her – die Firma Baierlacher rüstet sie mit Reifen aus. Die Freiwillige Feuerwehr Peißenberg unterstützt uns bei der lokalen Logistik.

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Mit Geld- und Sachspenden sowie Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln zu Sonderpreisen unterstützen uns:

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Allen unseren Unterstützern: HERZLICHEN DANK!

GESCHICHTEN

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Noch einmal die Feuerwehr (01. Juli 2022)

Ende Juni ist Valerii Vesnianyi, Bürgermeister der Stadt Tultschyn, ein zweites Mal Gast in Rottenbuch und Polling. Für die Rückfahrt steht ein Feuerwehr-Mannschaftswagen bereit, der 15.000-Einwohner-Stadt gestiftet von der Gemeinde Kinsau. Der Abschied fällt uns schwer, denn unmittelbar nach seiner Rückkehr wird Valerii als Freiwilliger in den Krieg ziehen, um sein Land zu verteidigen. Ausrüstung für ihn und seine Kompanie packen wir bis unters Dach des Wagens: Stromaggregate, Motorsägen, Treibstoff, Spaten, Äxte, Wasserkanister, Feldstecher, Nachtsichtgeräte und Walkie-Talkies – und 50 T-Shirts in Tarnfarben.  Alles Gute, lieber Valerii!

20 Tonnen nach Winnyzja und Kozyatyn (Pfingsten 2022)

Es ist der Freitag vor Pfingsten, 23 Uhr. Zwei Lastzüge (LKWs mit Anhänger), beladen mit  etwa 20 Tonnen Hilfsgütern, darunter viele Paletten Mehl,  Kartoffeln, Reis, Nudeln und Feta aus großzügigen Unternehmensspenden, aber auch zahlreiche Kartons mit wertvollen Produkten und Kleidern aus Einzelspenden und ein komplettes Röntgengerät,  machen sich auf den Weg an die polnisch-ukrainische Grenze. Gesteuert werden sie von den Bürgermeistern von Polling und Altenstadt und zwei weiteren Fahrern, die sich für diese Tour gefunden haben. Es wird schwieriger: deutsche Lastzüge sind in der Ukraine nicht mehr versichert. So wird die Ladung in einem Depot nahe der polnisch-ukrainischen Grenze zwischengelagert. Ein paar Tage später holen sie unsere ukrainischen Freunde aus Winnyzja dort ab und verteilen sie an den festgelegten Zielorten – eine perfekte Zusammenarbeit.

Schon am Pfingstsonntag, um Mitternacht, kommen die beiden Lastzüge leer nach Polling zurück. Es gibt Pizza und Bier.

Nach Ushgorod und Muchatechewo zu Kindern und Kranken (21. Mai 2022)

Dieses Mal fahren wir mit unseren Sprintern in eine umgebaute Kindertagesstätte in der Stadt Ushgorod. Die Stadt selbst ist vom Krieg relativ unbehelligt geblieben. In der Kita hört und sieht man aber, was dieser Krieg den Menschen antut. Heimatlose Mütter mit ihren Kindern, Großeltern, Behinderte, Schlaganfallpatienten, geflohen vor den Angriffen im Osten, hausen dicht an dicht. Zweite Station ist Muchatchewo: ein Waisenhaus für Babys und Kinder bis zu drei Jahren, viele von ihnen durch den Krieg elternlos. Ganz eng stehen die kleinen Betten, 150 bis 200 an der Zahl, in einer umfunktionierten Turnhalle. Was wird werden? Zunächst brauchen die Betreuer*innen das Nötigste: Babynahrung, Windeln, Feuchttücher, vielleicht auch etwas Spielzeug und Kuscheltiere.

Die Feuerwehr bringt Windeln – nach Tultschyn (20. Mai 2022)

Wie viele Windeln passen in ein Feuerwehrauto? Wir wollten es wissen.

Doch die Frage hatte bei allem Spaß, den die Feuerwehrmänner aus Tultschyn und Polling beim Beladen vor dem DM Drogeriemarkt in Weilheim hatten, einen ernsten Hintergrund. Beim Bürgermeistertreffen 4+1 in Winnyzja (s.u.) war auch der Bürgermeister von Tultschyn dazu gestoßen und hatte seine Bitte vorgebracht: seiner  15.000-Einwohner-Stadt fehlte dringend ein Löschfahrzeug. Martin Pape, der vierte Bürgermeister aus der Runde der 4+1 und ehemals Feuerwehrkommandant, ließ zu Hause sofort sein Netzwerk spielen und fand in Kinding (Kreis Eichstätt) ein Löschfahrzeug in ausgezeichnetem Zustand, das Tage später, frisch TÜV-erneuert, die Reise nach Polling antrat, wo es von Bürgermeister Valerii Vesnianyi und seinen beiden Feuerwehrkollegen in Uniform abgeholt wurde.

Aber halbleer nach Hause fahren? Der DM Drogeriemarkt konnte helfen. Am Ende der Geschichte war das Feuerwehrlöschauto randvoll mit Windeln, bevor die Heimreise angetreten wurde. Mit über 15.000 Windeln für die vielen Flüchtlingsbabys in Tultschyn.

Kiew (Myroslava, Felix) (Ende April 2022)

(Beitrag folgt)

4+1 – eine ungewöhnliche Busreise nach Winnyzja (22. April 2022)

Was für eine Busreise, was für ein Reisebus! Zur Verfügung gestellt hat ihn Roland Krieger, Chef des Pollinger Busunternehmens, der sich auch selbst ans Steuer setzt, unterstützt von zwei weiteren Fahrern. Doch zuvor wird das geräumige Fahrzeug, das 50 Personen transportieren kann, mit Waren allerlei Art vollgepackt: Lebensmittel, Hygieneartikel, medizinisches Gerät, unter anderem ein kompletter OP-Tisch, der von Reis-, Nudel- und Mehlsäcken, Pflanzenfett und zahllosen Konserven abgefedert wird (er kommt auch heil an). Drei Stunden dauert der Ladevorgang, an dem auch vier Bürgermeister (aus Bernried, Pähl, Polling und Rottenbuch) mitwirken.

Nach einer abenteuerlichen Fahrt und 1.750 km erreicht der Bus Winnyzja. 360.000 Einwohner, 200.000 Binnenflüchtlinge. Am selben Tag noch eine Bürgermeisterbesprechung: eine neue Form von 4+1 (genauer 3+1, der Pollinger Bürgermeister ist terminlich verhindert) und das Versprechen dauerhafter Unterstützung des Landkreises an den Bürgermeister von Winnyzja. Nachts sorgt Luftalarm für Unruhe. Am nächsten Morgen ein kleines touristisches Programm, ein Besuch des Universitätskrankenhauses, dann macht sich die Reisegruppe mit vielfältigen und sehr bewegenden Eindrücken auf die Heimreise.

„Wenn der Krieg ein Jahr dauert, helfen wir ein Jahr. Wenn er vier Jahre dauert, dann helfen wir eben vier Jahre.“ (Markus Bader, 1. Bürgermeister von Rottenbuch)

Und warum ein Reisebus? Auf der Rückfahrt nehmen wir 24 Mütter mit ihren Kindern mit, in den sicheren Landkreis Weilheim-Schongau.

So fängt es an: die ersten Transportfahrten (Ende März 2022)

„Lasst uns anfangen.“

Also haben wir Anfang März angefangen. Dank der enormen Spendenbereitschaft der Bevölkerung unseres Landkreises Weilheim-Schongau und vieler lokaler Unternehmen füllte sich das in Achalaich errichtete Lager schnell mit Sachspenden. Einiges ging in eine neu errichtete Kleiderkammer in Weilheim, um zu uns geflüchtete Ukrainer*innen auszustatten. Viel wurde verpackt und mit den ersten Transporter-LKWs nach Winnyzja verschickt, eine 360.000 Einwohner zählende Stadt in der gleichnamigen Oblast (Verwaltungsbezirk), 270 km südwestlich von Kyiv. Dorthin und zur dortigen Verwaltung gibt es seit Jahren eine enge und vertrauensvolle Beziehung des Landkreises und speziell Rottenbuchs.

PRESSE

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Bitte unterstützen Sie uns, damit wir helfen können!

Das Spendenkonto des Landkreises Weilheim-Schongau für die SOLIDARITÄT UKRAINE wird von der Gemeinde Polling verwaltet.

 

Spendenkonto von Dr. Myroslava und Felix Schimke-Klubuk

Kontoinhaberin: Myroslava Klubuk, IBAN DE45 2004 1155 0174 3087 00, SWIFT COBADEHDXXX, Verwendungszweck „Leben retten“

oder via Paypal: wirhelfenmenschen@gmail.com